Rechtliche Grundlagen für Arbeiterinnen

Rechtliche GrundlageDer Kanton Bern hat im Jahr 2013 ein Prostitutionsgesetz erlassen.

Bewilligung für ausländische SexarbeitendeDas Bewilligungsverfahren um als ausländische Person ohne Aufenthaltsstatus im Sexgewerbe tätig zu sein, unterscheidet sich je nach Aufenthaltsdauer. Zusätzlich wird zwischen selbständig und unselbständig Erwerbenden unterschieden. Die nachfolgenden Regelungen gelten nur für Angehörige von EU/EFTA-Staaten. Personen aus Drittstaaten, welche über keine Aufenthaltsbewilligung verfügen, haben keine Möglichkeit im Sexgewerbe tätig zu sein.

Selbständige Dienstleistungserbringendezu arbeiten, müssen Sie Ihre Selbständigkeit nachweisen können. Gehen Sie je nach Aufenthaltsdauer wie folgt vor:

Maximal 90 Tage AufenthaltBei einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen pro Jahr benötigen Sie keine Bewilligung. Sie sind jedoch verpflichtet, sich spätestens acht Tage vor Beginn Ihrer Erwerbstätigkeit online in der Schweiz anzumelden.

Zusätzlich müssen Sie bei der zuständigen Migrationsbehörde folgende Unterlagen einreichen:

• Kopie eines gültigen Passes oder einer gültigen ID

• Businessplan

• Mietvertrag für Arbeitsraum/Wohnung/Zimmer

Nach Prüfung Ihrer Unterlagen lädt die Migrationsbehörde Sie zu einem persönlichen Gespräch ein. Können Sie Ihre Selbständigkeit nachweisen, erhalten Sie per E-Mail die Meldebestätigung.

Aufenthalt über 90 TageBei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen pro Jahr, müssen Sie sich bei der Fremdenkontrolle Ihrer Wohngemeinde anmelden und eine Bewilligung beantragen. Bei der Anmeldung müssen Sie folgende Unterlagen mitbringen.

• Kopie eines gültigen Passes oder einer gültigen ID

• Businessplan

• Mietvertrag für Arbeitsraum/Wohnung/Zimmer

• Police einer Schweizer Krankenversicherung oder das Sozialversicherungsformular A1 (Bescheinigung über die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit, die auf den/die Inhaber/in anzuwenden sind)

• Anmeldebestätigung der AHV als selbständig Erwerbende/r oder das Sozialversicherungsformular A1 (Bescheinigung über die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit, die auf den/die Inhaber/in anzuwenden sind)

Ihre Wohngemeinde leitet Ihr Aufenthaltsgesuch der zuständigen Migrationsbehörde weiter. Nachdem diese Ihre Unterlagen geprüft hat, werden Sie zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Können Sie Ihre Selbständigkeit nachweisen, erteilt Ihnen die Migrationsbehörde die entsprechende Bewilligung.

Unselbständige DienstleistungserbringendeMaximal 90 Tage Aufenthalt

Als Sexarbeiterin oder Sexarbeiter in einem Anstellungsverhältnis können Angehörige von EU-27/EFTA-Staaten bei einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen pro Jahr im sogenannten Meldeverfahren zugelassen werden. Sie brauchen daher keine Bewilligung, sind jedoch verpflichtet, sich spätestens einen Tag vor Beginn der Erwerbstätigkeit online in der Schweiz anzumelden. Zusätzlich müssen bei der zuständigen Migrationsbehörde folgende Unterlagen eingereicht werden:

• Kopie eines gültigen Passes oder einer gültigen ID

• Arbeitsvertrag

• Mietvertrag für Arbeitsraum/Wohnung/Zimmer

Nach Prüfung der Unterlagen stellt die Migrationsbehörde dem Arbeitgeber die Meldebestätigung per E-Mail zu.

Aufenthalt über 90 Tage

Bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen pro Jahr, müssen sich unselbständige Sexarbeitende bei der Fremdenkontrolle ihrer Wohngemeinde anmelden und eine Bewilligung beantragen. Bei der Anmeldung müssen sie folgende Unterlagen mitbringen:

• Kopie eines gültigen Passes oder einer gültigen ID

• Arbeitsvertrag

• Mietvertrag für Arbeitsraum/Wohnung/Zimmer

• Police einer Schweizer Krankenversicherung

Die Wohngemeinde leitet das Aufenthaltsgesuch der zuständigen Migrationsbehörde weiter. Diese prüft die Unterlagen und entscheidet, ob eine Bewilligung erteilt werden kann.

Falls Sie weitere Informationen dazu haben wollen oder Fragen haben, finden sie diese auf der POM Seite.  https://www.pom.be.ch/pom/de/index/migration/aufenthalt_in_derschweiz/sexarbeit/prostitutionsgesetz.html